Vereinschronik TUS 1959 Rumbach e.V.

Der Turn- und Sportverein Rumbach e.V. wurde am 25. Juni 1959 gegründet. Als ersten Vorsitzenden wählte man damals Herrn Rolf Müller. Als weitere Gründungsmitglieder des Vereins sind bekannt: Werner Frey, Martin Zenner, Arno Koriath, Fritz Brubach, Friedrich Göttmann sen., Hermann Schoch, Rupprecht Bäuerle, Adolf Stoffel, Hans Frey, Albert Frey, Otto Weippert, Adolf Weippert, Emil Weippert, Richard Friedly, Martin Müller, Robert Leiner, Robert Bischof, Herbert Weippert, Adolf Leiner und Heinz Geissel.

 

Bei der Gründungsversammlung wurden durch die Mitglieder 43,00 DM gespendet. Am folgenden Tag fuhren Arno Koriath und Emil Weippert nach Pirmasens und kauften einen Lederball im Wert von 49,00 DM, so dass der Verein in den folgenden Tagen einen Schuldenstand von 6,00 DM aufwies.

 

Als Vereinsfarben wählte man gelb und schwarz. Der TuS Rumbach nahm erstmalig 1959/1960 den Spielbetrieb in der damaligen C-Klasse Pirmasens Ost auf. Die ersten Heimspiele des TuS durften dankenswerter Weise auf dem Sportplatz in Schönau ausgetragen werden.

 

Aber schon im Laufe der Saison, wurde der Sportplatz im Langenthal fertig gestellt. Das erste Spiel auf diesem Platz war auch der erste Sieg in der Vereinsgeschichte.

 

Im Jahr 1963 musste der TuS Rumbach auf Grund großen Spielermangels seine Mannschaft vom aktiven Spielbetrieb zurückziehen, der Verein blieb jedoch nach wie vor bestehen.

 

In der Saison 1969/1970 wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Da der Sportplatz im Langenthal jedoch im Laufe der 5 Jahre ohne Spielbetrieb völlig unbespielbar wurde, mussten die Heimspiele zunächst wieder einmal auswärts, auf dem Bundenthaler Sportplatz, ausgetragen werden.

 

Im Jahre 1970 war der Sportplatz im Langenthal nach Erneuerungsarbeiten wieder bespielbar. Zum Beginn der Spielrunde 1971/1972 konnte somit erstmals wieder auf eigenem Gelände gespielt und trainiert werden. Bei der offiziellen Einweihungsfeier am 07. und 08. August 1971 spielte unter anderem eine Damenmannschaft für den TuS Rumbach, die in der Saison 1972/1973 erstmals an einem aktiven Spielbetrieb teilnahm.

 

1972 wurde ein Flutlicht auf dem Sportplatz des TuS installiert. Ein Jahr später wurde das erste Sportheim (eine "Holzbaracke") fertig gestellt.

 

Die sportlichen Erfolge in den folgenden Jahren waren nicht von großem Erfolg geprägt, was sich allerdings in der Saison 1977/1978 mit dem 5. Platz in der C-Klasse Pirmasens Ost änderte.

 

1980 wurde mit dem Bau des neuen Sportheims begonnen. Viele Arbeitsstunden und Einzelleistungen der Mitglieder, sowie der Vorstandschaft mussten erbracht werden, damit das Sportheim im Winter 1982/83 fertig gestellt werden konnte.

 

Im Jahr 1984 feierte der TuS Rumbach seinen 25-jährigen Geburtstag mit großem Festakt vom 25. Mai bis 03. Juni. Durch den Sportheimbau und dem neu geschaffenen Hartplatz verschuldete sich der TuS enorm. Dieser Schuldenberg konnte bis Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre nicht gedrückt werden. Der Spielbetrieb hatte in dieser Zeit sehr unter den wirtschaftlichen Problemen des Vereins zu leiden, da diese in den Vordergrund gestellt werden mussten.

 

1986 stand die aktive Mannschaft des TuS Rumbach, ähnlich wie 1963, vor dem sportlichen aus. Glücklicher Weise konnte die Vorstandschaft noch genügend "Sportler" aktivieren, so dass auch diese Hürde gemeistert wurde und der Spielbetrieb fortgeführt werden konnte.

 

Im Spieljahr 1990/1991 meldete der TuS Rumbach zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte ein Damenteam zum Spielbetrieb an. In der zweiten Saison in Rumbach konnten die Damen gleich ihren ersten Erfolg, die "Vizemeisterschaft" in der Bezirksklasse feiern.

 

1993 stellten sie sich, zusammen mit einigen Auswahlspielerinnen, in einem Freundschaftsspiel dem damaligen Deutschen Meister TuS Niederkirchen. Vor stattlicher Kulisse unterlag man nur knapp mit 1:10.

 

1995 und 1997 wurden die Damen des TuS Rumbach Hallenmeister ihrer Klasse. Das Damenteam des TuS Rumbach wechselte nach verschiedenen Unstimmigkeiten im Jahr 2003 zur Spielgemeinschaft "Busenberg / Vorderweidenthal".

 

Eine weitere Bereicherung für den TuS Rumbach ist die im Jahr 1996 angemeldete Spielgemeinschaft der "Alten Herren" mit den "älteren Spieler" der Vereinen "Rumbach - Ludwigswinkel - Fischbach", die unter der "AH Sauerbachthal" an verschiedenen Freundschafts- und Pokalspielen teilnahm. Diese AH Spielgemeinschaft wurde jedoch im Jahr 2005 wieder gekündigt. Seit 2007 besteht eine neu gegründete AH Spielgemeinschaft mit dem Nachbarverein SV Schönau.

 

Die 1.Mannschaft des TuS Rumbach legte insbesondere in den letzten Jahren ihr "graues Maus" Image ab und konnte mit 5. und 6. Plätzen in der Kreisklasse Pirmasens / Zweibrücken Ost auf sich aufmerksam machen.

 

In den Jahren 2003 bis 2012 war Bernd Jung der Trainer mit der längsten Amtszeit des TuS Rumbach. Danach übernahmen Dominik Erdmann und Jens Stephan den TuS und konnten bereits im ersten Jahr den Meistertitel in der Kreisklasse Pirmasens Zweibrücken Ost erringen. Der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte. Der TuS Rumbach spielte nun erstmalig in der B Klasse.

 

Nach dem erstmaligen Aufstieg in die B-Klasse konnte man in der Folgesaison die Klasse halten, mit dem Ende der zweiten Saison in der B-Klasse folgte dann aber wieder der Abstieg in die Kreisklasse.

 

Ähnlich wie in den Jahren 1963 und 1986 stand die aktive Mannschaft wegen Spielermangels vor dem Aus.

Zwar konnte man die Abstiegs-Saison noch einigermaßen über die Bühne bringen, allerdings war an eine eigenständige Mannschaft für die Saison 15/16 nicht zu denken.

So entschloß man sich zu einer Kooperation mit der SG Bruchweiler, ab dem 01.06.2015.

Dies hatte zur Folge, daß die komplette Rumbacher Mannschaft zum Saisonende 14/15 nach Bruchweiler wechselte.

Ziel dieser Kooperation war es, eine erste und zweite Mannschaft auf die Beine zu stellen. "Bruchweiler II" sollte dann seine Spiele in der Regel in Rumbach austragen, wärend das Training in Bruchweiler stattfinden sollte.

 

Leider mußten auf bei diesem Plan wieder einige Abstriche gemacht werden, und der Unterschied zwischen Theorie und Praxis wurde mehr als deutlich.

Nach der -wegen Spielermangel- dritten Spielabsage, wurde die Teilnahme am Spielbetrieb der Saison 15/16 zurückgezogen.

Somit stand der TuS Rumbach e.V. nun zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ohne Mannschaft da.

 

Trotzdem, oder gerade deswegen wurden und werden die Leitthesen "Kameradschaft" und "Freundschaft" weiterhin wie seit Bestehen des Vereins groß geschrieben, und so herrschte in der Folgezeit trotz allem ein reger Betrieb im Verein.

So wurde beispielsweise monatlich mindestens ein „Motto-Event“ veranstaltet, der örtlichen Kerwe mit einem Festzelt in der Dorfmitte wieder neues Leben eingehaucht, oder auch ohne Mannschaft ein dreitägiges Sportfest veranstaltet.

 

Auch der Ball rollte immer mal wieder an einem Freitag Abend, wo sich Jung und Alt zu einem „offenen Training“ trafen, Vereine aus der Nachbarschaft auf dem Sportplatz des TuS Rumbach ihr Training abhielten, oder einige Spiele der JSG Wasgau abgehalten wurden.

 

Trotz, oder gerade wegen, der langen Fußballabstinenz in unserem Verein traten immer mal wieder einige ehemalige Fußballer mit der Frage „wann wird in Rumbach wieder mit eigener Mannschaft Fußball gespielt?“ an den Vorstand heran.

Gegen Ende 2017 wagte der Vorstand nun den Schritt nach vorne, und nahm die Begeisterung eines eventuellen Neuanfangs auf.

Es waren alle Intressierten eingeladen sich zusammen mit dem Vorstand zu treffen, und über die neue Herausforderung und deren Realisierung zu sprechen.

Mit vorsichtigem Optimismus beraumte man eine Sitzung an, zu der zwar  mehr potentielle Spieler kamen  als man sich erhoffen konnte, allerdings noch lange nicht genug um eine funktionierende und konkurenzfähige Mannschaft zu stellen.

Was folgte waren viele weitere Treffen, Einzelgespräche, Verhandlungen und gefühlt tausende Handynachrichten.

 

Die Mühen haben sich allerdings mehr als gelohnt, so dass der TuS Rumbach im Februar vermelden konnte, in der kommenden Saison 18/19 wieder mit eigener Mannschaft aufzulaufen.

Mehr als 20 Spieler, darunter viele ehemalige TuS-Kicker, konnten für den Neuanfang gewonnen werden.

 

Als Trainer konnte der ehemalige TuS Rumbach Spieler Christian Breiner gewonnen werden, der von Marco Leidner als Co-Trainer und dem neuen Spielleiter Thomas Döderlein unterstützt wird.

 

Der TuS Rumbach ist wieder da, und gekommen um zu bleiben!